Wie ein Pflegeheim zur Corona-Falle wurde | WDR Doku

8 Okt 2020
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Als das Virus erkannt wurde, war es zu spät: Innerhalb weniger Tage infizierten sich 112 der 160 Bewohner des Wolfsburger Hanns-Lilje-Heims mit Corona, 47 von ihnen starben. Auch viele Pflegekräfte erkrankten an Covid-19. Die diakonische Einrichtung für dementiell erkrankte Menschen war zur Todesfalle geworden. In der Öffentlichkeit entstand bald das Bild vom "Horrorheim". Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf, anonyme Vorwürfe fanden weite Verbreitung.
In einer aufwendigen Recherche rekonstruieren Arnd Henze und Sonja Kättner-Neumann die tragischen Wochen vor Ostern im Hanns-Lilje-Heim. Über mehrere Wochen konnten sie Pflegekräfte im Schichtdienst in den für Besucher immer noch gesperrten Wohnbereichen begleiten. Sie sprachen mit Angehörigen von Verstorbenen und von Überlebenden, mit Ärzten, Verantwortlichen der Diakonie, dem Wolfsburger Oberbürgermeister als Leiter des Krisenstabes und mit Medizinethikern.
Viele der Beteiligten sind noch immer traumatisiert - von dramatischen Entscheidungen im Blindflug, der permanenten Überforderung und dem oft vergeblichen Kampf um das Leben der Erkrankten, von den Kontaktverboten und nicht zuletzt von den rigiden Isolationsmaßnahmen zum Schutz der Bewohner. Denn niemand konnte den Menschen im Heim begreiflich machen, warum sie plötzlich von Pflegekräften in Raumanzügen in ihre Zimmer eingesperrt wurden. "Ich habe mich wie eine Gefängniswärterin gefühlt", erzählt eine Pflegerin.
Noch immer sucht das Heim einen Weg zurück in einen Alltag unter Corona-Bedingungen. Das Betretungsverbot gilt weiter, Besuche sind nur unter strengen Hygieneauflagen auf dem Außengelände erlaubt - Einschränkungen, die den Kontakt mit den dementiell Erkrankten für die Angehörigen kaum erträglich machen. Umso größer ist die Sorge vor dem Winter und einer zweiten Welle. "Ein Krieg ist irgendwann vorbei - Corona hört nicht auf", sagt eine Pflegerin aus Kroatien, die als Kind einst vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Niedersachsen geflüchtet war.
Die Dokumentation vermittelt einen exklusiven Einblick in die oft widersprüchlichen Erfahrungen der Betroffenen dieser Katastrophe. So entsteht ein Bild, in dem Dankbarkeit für das Engagement der Pflegekräfte und hilflose Wut über das einsame Sterben von Verwandten nebeneinander stehen. Fehler und Versäumnisse werden benannt, ohne zu verurteilen. Denn wichtiger als die Suche nach Schuldigen ist die Frage: Welche Lehren lassen sich aus den Erfahrungen von Wolfsburg ziehen, damit Pflegeheime nicht immer wieder zur Todesfalle werden? Und vielleicht noch dringlicher: Was muss getan werden, damit der Schutz vor dem Virus nicht zum sozialen Tod in Einsamkeit führt?
#Pflegeheim #Covid19 #WDRDoku #Corona #Virus
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☎️ Liebe Community! 💚 Möglicherweise ist dieser Film für euch sehr aufwühlend, das können wir gut verstehen. Wenn ihr selbst Betroffener, Angehöriger oder auch Pflegender seid und Hilfe benötigt oder über eure Situation sprechen möchtet, könnt ihr euch an diese Seelsorge-Hotline wenden: 0800 - 111 20 17 (täglich zwischen 14 und 20 Uhr). Die Nummer wurde speziell für Menschen eingerichtet, die unter der Pandemiesituation leiden, und ist mindestens bis zum 21. Oktober 2020 freigeschaltet. Darüberhinaus könnt ihr euch dauerhaft rund um die Uhr an die allgemeine Nummer der Telefonseelsorgen weden: 0800-1110111. Beide Nummern sind kostenlos und ihr könnt anonym bleiben.
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🎥 Ein Film für Menschen hautnah von Arnd Henze und Sonja Kättner-Neumann
Dieser Film wurde im Jahr 2020 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.
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KOMMENTARE
  • Hey liebe Community! 💚 Unser Autorenteam Arnd Henze und Sonja Kättner-Neumann freut sich sehr über das super freundliche Feedback zur Doku. Aber noch mehr freuen wir uns alle über die vielen ermutigenden und mitfühlenden Worte an die Pflegekräfte und die Angehörigen. Arnd Henze war am Donnerstagabend zum DEhave-Start der Doku im Hanns-Lilje-Heim und hat den Film gemeinsam mit Mirel, Viktorija, Sandra und all den anderen Pfleger*innen gesehen. Am Ende des Abends standen alle an Ihren Smartphones und lasen Eure Kommentare. Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie gut diese Botschaften tun - nach all dem Hass und der Häme, die sie in den letzten Monaten erfahren mussten. Und auch die Angehörigen und Hinterbliebenen lesen Eure Gedanken zum Film sehr aufmerksam. Arnd Henze wird unter seinem Namen immer wieder mal auf Kommentare reagieren. Wenn Ihr Fragen habt, stellt sie also gerne. Der Film soll ein Gespräch in Gang bringen - toll, wenn das hier mit Euch gelingt. Möglicherweise ist dieser Film für euch sehr aufwühlend, das können wir gut verstehen. Wenn ihr selbst Betroffener, Angehöriger oder auch Pflegender seid und Hilfe benötigt oder über eure Situation sprechen möchtet, könnt ihr euch an diese Seelsorge-Hotline wenden: 0800 - 111 20 17 (täglich zwischen 14 und 20 Uhr). Die Nummer wurde speziell für Menschen eingerichtet, die unter der Pandemiesituation leiden, und ist mindestens bis zum 21. Oktober 2020 freigeschaltet. Darüberhinaus könnt ihr euch dauerhaft rund um die Uhr an die allgemeine Nummer der Telefonseelsorgen wenden: 0800-1110111. Beide Nummern sind kostenlos und ihr könnt anonym bleiben.

    WDR DokuWDR DokuVor Monat
    • kann Nix sehen. hab wohl auch Nix verpasst.

      Leuchte StrikeLeuchte StrikeVor Monat
    • @Susanna Bonke Ja, du hast sicher in vielem Recht, ich dachte erst, du schreibst über meine Eltern im zweiten Weltkrieg. Das Wichtigste hast du vergessen, die Vergewaltigungen. Ich bin einmal in das Zimmer einer meiner Patientinnen gekommen, und habe erlebt, wie ein junger Pfleger zu der alten Dame sagte: Mach endlich die Beine auseinander (er wollte den Intimbereich waschen). Die alte Frau hat nur gewimmert. Man muss das in das Bewusstsein der jungen Leute bringen, dass es die Möglichkeit der Übergriffe gegeben hat.

      Martha XiMartha XiVor Monat
    • Diese Heimbewohner haben in ihrem Leben Vieles durchgemacht, vielleicht Vertreibung ( weshalb die Bosnier und Kroaten so geduldig sind? ). Laufen mußte man, um auf dem Weg nicht zu erfrieren oder 4km zu Fuß zur Schule etc. Dann Hinsetzen ist schwierig. Es mußte Essbares "entwendet" oder eingetauscht werden..ich finde es bedenkenwert, daß amerikanische Soldaten entgegen der Doktrin ( Non Fraternization ) Lebensmittel gaben. Ihnen ging das zu Herzen. Ich bin im Wohlstand aufgewachsen, aber die Mangelerfahrung hatte sich tief in die Köpfe eingegraben..existentielle Erfahrungen sind dem Verstand nicht greifbar. Z.B. das Licht Ausmschen, um zu sparen. Man spürte die Furcht dahinter..

      Susanna BonkeSusanna BonkeVor Monat
    • Riesen Respekt an das Pflegepersonal

      Martha XiMartha XiVor Monat
    • @susilinux die erste (Autor) Sorry, aber merken Sie gar nicht, wie Sie mit Ihrem aufdringlichen Sermon ein wichtiges Gesprächsangebot der Kirchen entwerten? Es geht nicht Sie und um Ihren missionarischen Eifer, sondern um Menschen, die in dieser Pandemie Schlimmes erlebt haben und es nicht verdient haben, zugetextet zu werden. Tut mir leid, wenn ich hier mal deutlich werde!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Ich finde, es muss in Coronakrisen möglich sein, daß wenigstens eine vertraute Person in Schutzkleidung seine Angehörigen im Altenheim regelmäßig besuchen kann! Allerdings bin ich entsetzt darüber, das sich der Arzt ermächtigt hat darüber zu entscheiden ,welche Massnahmen bei erkrankten Heimbesucher noch durchzuführen sind! Dazu hatte er kein Recht ! Atemnot ohne wenigstens Sauerstoff über eine Maske zu bekommen , ich rede nicht von Beatmung, und das noch in stickigen Räumen ist nicht in Ordnung. Auch wenn die erkrankten sterbenden alten Menschen evtl. Morphium oder ähnliches zur Entlastung ihres Leids bekommen haben! Ich bin da absolut der Meinung der Medizinethikerin ! Ich war selber Pfleger und pflegte meine demenzkranke Mutter bis zu ihrem Tode bei mir Zuhause. Es wird Zeit das unser ganzes Krankensystem reformiert wird und auch Pflegeberufe wieder mehr geschätzt und entsprechend vernüftig entlohnt werden!

    Tim ReuterTim ReuterVor 5 Stunden
  • Alte in Isolation/Sklaven Haft und auch in KH darf nicht mal der Mann oder die Frau mit einer gegen alle du hast ja nicht mal nen Beweis wenn dir jemand Unrecht tut und vorallem pflege ect oder KH sind immer schon gereizter und jetzt können sie macht ausüben

    steff nststeff nstVor 12 Stunden
  • Liebe Pflegekräfte. Ihr seid echte Profis und wunderbare Menschen. Lasst euch nicht ans Bein pinkeln. Ich bin stolz auf solche Kollegen. Gruß aus Flensburg

    theultimasnaketheultimasnakeVor 2 Tage
  • Ein ganz großes Danke an das Personal..Wir haben Ende November und leider ist alles noch viel schlimmer..Ich hoffe ihr kommt heile durch die nächste Zeit und müsst das ganze nicht noch mal erleben..💖

    Ich HaltIch HaltVor 4 Tage
  • Ich bin so wütend, wie kann man in solch harten Zeiten von unterlassener Hilfeleistung sprechen. Die Mitarbeiter arbeiten unter härtesten Bedingungen, ich komme selbst aus der Pflege im Krankenhaus und kein Außenstehender kann sich im entferntesten vorstellen was da den Mitarbeitern abverlangt wird. Hier wäre demütige Dankbarkeit angesagt.

    Claudia JoswigClaudia JoswigVor 4 Tage
  • Eine Mutter hat sich gekümmert um5oda 6 Kinda,, und diesse 5oda6 Kinda könnten sich nicht kümmern um eine Mutter... Liebe Gott sicht alles 😢

    Neva HasovicNeva HasovicVor 7 Tage
  • Oh die armen alten Leute:(

    Chantal KostrauChantal KostrauVor 8 Tage
  • Eines der besten und authentischten Dokus die ich je gesehen habe! Meinen Respekt und Mitgefühl an die Reporter, den Senioren, Angehörigen und an das Pflegepersonal. So viel Menschlichkeit würde ich mir auch von unseren Politikern wünschen.

    KaiRinoAKaiRinoAVor 11 Tage
    • Hallo RaiRinoA, danke für das große Lob. Der WDR freut sich.

      WDR DokuWDR DokuVor 10 Tage
  • Unwürdig, wie Elfriede von ihrem Mann und der Tochter ferngehalten wurde. Im Freien! Unfassbar.

    Mel V.Mel V.Vor 11 Tage
  • Ich stimme Frau Woopen vollumfänglich zu. Ich war ebenfalls über diesen Begriff "point of no return" irritiert. Das ist ein Begriff aus der Palliativmedizin.

    Mel V.Mel V.Vor 11 Tage
  • "Gemeinschaft der Überlebenden". 🙄 Diese alten Menschen haben ganz andere Schrecken überlebt als dieses hochstilisierte Corona-Virus.

    Mel V.Mel V.Vor 11 Tage
  • Ob de das noch erlebst... 38:48 Und dass die Kerle immer solche versifften Guschendeckel tragen. 39:19. Sieht wie Schlüpper aus. -.-

    Masha HansonMasha HansonVor 11 Tage
  • 37:54 ach du grüne... das ist ja wie im Wildgehege "Kusch, kusch geh weg. pfui aus" und die Raubtierfütterung. "Stell ma da hin" Wie die sofort angeflitzt kommt. oh mann..

    Masha HansonMasha HansonVor 11 Tage
  • Auweia.... 12:28 Das ist ja wie im Krankenhaus nur ohne weißen Anstrich.

    Masha HansonMasha HansonVor 11 Tage
  • Meine Mutter arbeitet auch in einem Pflegeheim und ich weiß noch wie sie mir erzählt hat, dass eine Bewohnerin nach der Pflege ihre Hand nicht mehr los lassen wollte, weil sie seit Tagen keine sozialen Kontakte mehr hatte. Diese Patientin war positiv getestet, durfte nicht mehr aus ihrem Zimmer und hat die Pfleger*innen nur in Vollmontur gesehen. Viele haben nicht verstanden wieso ihre Angehörigen sie nicht mehr besuchen kommen. Das zu hören und zu sehen tut wirklich weh. Ich habe meinen größten Respekt vor allen Pflegekräften und was sie leisten.

    Marsha AllesaMarsha AllesaVor 11 Tage
  • Eine sehr bewegende Dokumentation. Man mag sich nicht vorstellen, unter was für einer Verzweiflung, Angehörige, Pfleger aber auch die Sterbenden litten oder immer noch leiden - vermutlich kann man das auch gar nicht. Alleine zu sterben muss das schlimmste überhaupt sein. Danke dafür, dass gezeigt wurde, was für Kämpfe hinter den Kulissen stattfinden. Bei solchen Presseberichten kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen, ob die Leute denn nicht weiterdenken.. Ich hoffe so sehr, dass alle betroffenen es schaffen, ihren Frieden mit den Geschehnissen zu schließen und außerdem, dass diese Geschichte vielleicht dazu beiträgt, dass die harte Arbeit (emotional sowie körperlich) der Pflege mehr von der breiten Masse gewürdigt wird.

    cay lucyaanncay lucyaannVor 13 Tage
  • Ich muss sagen , es ist sehr erschreckend 😧 Ich habe selber im Altenheim in diesem Jahr gearbeitet und Senioren gepflegt . Wir haben von unseren Leitungen keine Schutzmasken erhalten , kein genaues Hygienekonzept und vollkommen allein gelassen . Es wurde kaum darauf geachtet wie die einzelneren Mitarbeiter geschützt sind - denn wir sind ja außerhalb der Arbeitszeit für die Bewohner Hauptüberträger. Wenn man nachgefragt hat, dann wurde man zurechtgewiesen und wenn man sagt man hat Symptome und muss Zuhause bleiben wurde man angeschrieen und zur Arbeit gezwungen . Ich kann sehr wohl nachvollziehen wie sich die Pfleger gefühlt haben .

    Inna BergInna BergVor 13 Tage
  • Ich bin selber in der Pflege tätig. Leute die schreiben schlechte Kommentare haben KEIN AHNUNHG von Arbeitsbedingungen und gesamte situation. Kollege halt ma durch!!!

    Алина АвстрияАлина АвстрияVor 15 Tage
  • So ist es auch: Reden tun alle immer viel und wissen tun die meisten nichts..... !!!!!!

    André MichalikAndré MichalikVor 15 Tage
  • Unser Pflegesystem ist massiv unterfinanziert. Wir müssen weg von der Privatisierung hin zu einer Verstaatlichung. Wir müssen weg von Profiten und hin zu den Patienten, zu den Menschen. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.

    TJ SnejTJ SnejVor 17 Tage
  • Es ist so gut, wenn die Deutschen langsam sprechen. Ich kann verstehen. Vielen Dank an alle, die an der Dokumentation teilgenommen haben. Sie helfen viel, die Ihre Sprache lernen.

    Ana Carolina RosalinoAna Carolina RosalinoVor 19 Tage
  • "Point of no return"? Dieser Arzt sollte nicht mehr praktizieren dürfen. Er ist nicht Gott. Aber offenbar denkt er das. Unfassbar. Jedes Leben ist zu retten, jedes! Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Angehörigen. Ich schäme mich für diesen Arzt. Er kann es ja offenbar nicht. Hoffentlich hat das ein juristisches Nachspiel.

    Lehmann SabineLehmann SabineVor 20 Tage
    • @Lehmann Sabine dass ich ihre Meinung respektiere, sollten Sie doch schon daran erkennen, dass ich Ihnen mehrfach inhaltlich geantwortet habe.

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 19 Tage
    • @Arnd Henze Sie haben in Ihrer Doku jedenfalls genug Informationen geliefert, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Nichts anderes habe ich getan. Wenn Sie das als Pranger deuten möchten, bitte. Auch das sehe ich anders. Sie formulieren es als problematisch, ich gehe darüber hinaus. Dass für strafrechtliche Relevanzen in Deutschland ein Gericht entscheidet, müssen Sie mir nicht erklären. Und eine "Vorverurteilung" kann ich darin jedenfalls nicht erkennen. Mir kommt es langsam so vor, als wollten Sie gerade Ihre eigene Doku in Ihrer Aussagekraft in diesem Punkt relativieren. Und ein Schlusswort noch zu Ihrem Hinweis auf die Aktivitäten und den Fleiß dieses Arztes in dieser Corona-Zeit: Es gibt bestimmte Persönlichkeitsprofile, die mit solchen selbsternannten "Entscheidern" über Leben und Tod in Einklang stehen. In der psychologischen Fachliteratur finden Sie dazu u.a. unter dem Stichwort "Machtmenschen" und Narzissmus einschlägige Hinweise. Von daher wundert mich das Engagement in diesem Kontext nicht. Die Tatsache, dass ich das Alles nicht beweisen kann (muss ich auch nicht), tangiert sicher nicht mein Recht auf freie Meinungsäußerung. Andere Haltungen muss man ja nicht mögen oder teilen, aber aushalten muss man diese schon. Juristisch gesehen sind das hingegen selbstverständlich alles nur Vermutungen.

      Lehmann SabineLehmann SabineVor 19 Tage
    • @Lehmann Sabine die O-Töne sind Teil eines langen Gesprächs. Dass die Entscheidungen des Arztes ethisch und zivilrechtlich nicht ok waren, haben wir deutlich gemacht. Ob sie ursächlich für den Tod von Bewohnern waren, sollte in einem Rechtsstaat nicht durch Vorverurteilung von Journalisten oder Zuschauern entschieden werden. Eine Doku ist kein Pranger! Und zur Frage Palliativ: alle drei behandelnden Ärzte hatten eine Zusatzausbildung. Und wenn das mit der Patientenverfügung sorgfältig geklärt worden wäre (was es eben nicht war), gäbe es durchaus Argumente, auf die Verlegung ins Klinikum zu verzichten und sich auf Symptom- und Palliativbehandlung in vertrauter Umgebung zu konzentrieren.

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 19 Tage
    • @Arnd Henze Leider verstehe ich den Begriff "Palliativmedizin" in diesem Kontext nicht ganz. Wir reden hier doch nicht von einer Palliativstation, oder doch? Nach meiner Erkenntnis ist das betroffene Haus ein Pflegeheim für Demenzkranke. Und ja, ich breche diesen Stab, den Sie nicht brechen möchten, aus Gründen, die ich Ihnen nicht absprechen möchte. Ich hingegen bin nicht Ihrer Meinung, dass eine gute Arbeit an anderer Stelle dieses Verhalten, dass für mich auf der einen Seite die Relevanz einer fahrlässigen Tötung aufweist, und auf der anderen eine zutiefst verstörende moralische Verwerfung darstellt, wieder gut macht bzw. aufwiegt. Ein Menschenleben lässt sich im Zweifel nicht aufwiegen, schon gar nicht fast 50 an der Zahl. Meine Meinung. Ich finde Ihre Reportage extrem gut recherchiert und wichtig, sie verdiente eine viel größere mediale Aufmerksamkeit in diesen Zeiten, damit sich so etwas niemals wiederholt. Dennoch hätte ich mir genau an der Stelle, in der dieser Arzt Stellung bezogen hat, eine gründliche Nachfrage Ihres Reporterteams gewünscht. Dann hätte er vielleicht ausführen können, was er genau unter "Point of no Return" versteht. Kommt mir mittlerweile mit so schalem Beigeschmack daher, wie ein schlechter Science-Fiction Film. Aber ich möchte nicht auch noch zynisch erscheinen. Nichts für ungut.

      Lehmann SabineLehmann SabineVor 19 Tage
    • @Lehmann Sabine (Autor) Nach allem, was wir in all den Wochen im Heim erfahren haben, bin ich mit individuellen Schuldzuweisungen sehr vorsichtig. Das Klinikum spielt keine gute Rolle, die Gesamtheit der niedergelassenen Ärzte hat versagt - und der Arzt im Film hat ein (juristisch und ethisch) hoch problematisches Verständnis von Palliativmedizin demonstriert. Das sollte alles gründlich aufgearbeitet werden. Aber ich breche keinen Stab über jemanden, der sich anders als viele über Wochen oft von 6-22 Uhr dieser Katastrophe gestellt hat (und erkrankte Pflegekräfte noch zu Hause behandelt hat, die von anderen Ärzten sogar noch aus rassistischen Gründen abgewiesen wurden)

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 19 Tage
  • Dieser Mirel ist ein Paradebeispiel dafür, warum die Pflegekräfte in Deutschland mehr Geld und mehr Aufmerksamkeit verdienen sollten. Ein absolut herzensguter Mensch, Respekt an diesen Mann!

    Fußball 123Fußball 123Vor 21 Tag
    • (Autor) Das gilt auch für die Kolleg*innen von Mirel.

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 19 Tage
  • Mich wundert es übrigens nicht mehr, dass viele Leute aus der Pflege aussteigen! Wehrt euch und macht den Mund auf! Was erwarten sich Angehörige? Im Pflegeheim sterben Menschen nun mal

    Herbert FrankHerbert FrankVor 23 Tage
  • Wahnsinn, welchen Job die Pflegekräfte leisten!

    StepvogelStepvogelVor 25 Tage
  • Das die Bild-Zeitung die Einrichtung als "Horror-Heim" bezeichnet, wundert mich nicht. Es ist eine sehr menschenverachtende Zeitung ... Ein großes Lob und meinen Respekt an das Hanns-Lilje-Heim! Ihr seid toll!

    SoulwinnerSoulwinnerVor 25 Tage
  • Liebe Kollegen ihr habt super Arbeit geleistestet und lasst Euch nicht fertig machen von Menschen die keine Ahnung haben

    Nadine JanssenNadine JanssenVor 26 Tage
  • Vielen Dank für die Untertitel 👍🏻

    stryder hiryustryder hiryuVor 27 Tage
    • (Autor) sehr gerne - aber das sollte absolut selbstverständlich sein!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 19 Tage
  • Die Häuser Wände müssen dringend gestrichen werden 🥴

    1997 51997 5Vor Monat
  • Bleibt zu Hause Leute!!!!

    Clara WehlyClara WehlyVor Monat
  • "Wenn die ganze Lumperei aufkommt, steht das Volk auf mit den Soldaten. Dann wird jeder, der ein Amt hat, an der nächsten Laterne oder gleich am Fensterkreuz aufgehängt." Alois Irlmaier

    janee Bienejanee BieneVor Monat
  • Ich finde es unfassbar, dass es Menschen gibt die diese Doku mit einem Daumen nach unten bewerten. Hier wird gezeigt was wirklich passiert ist...sowohl das Leid der Angehörigen als auch der Pflegekräfte in solch einer furchtbaren Situation. Hut ab und Daumen hoch an alle Pflegekräfte, Leitungen und die wenigen Ärzte, die den Mut hatten, die Menschen dort, trotz Corona, zu betreuen. Die Menschen, die hier nicht befürwortet haben sondern dagegen, sollten sich in Grund und Boden schämen....

    For all heroes in careFor all heroes in careVor Monat
  • Der Hauptman von Drösternick

    janee Bienejanee BieneVor Monat
  • Mirel und seine Frau wuerde ich sofort in meinem privat Pflegeheim in Hawaii anstellen. Solche Pfleger mit Herz wie ihn findet man selten.

    Claudia Garcia Cabrera-PrantlClaudia Garcia Cabrera-PrantlVor Monat
  • Ich bin selbst Altenpflegerin. Ich kann die Gefühle der Pfleger in dieser Situation voll und ganz nachvollziehen, da auch bei uns Bewohner an Covid 19 verstorben sind und Wohnbereiche zu Quarantänestationen wurden. Man gibt sein Bestes und trotzdem ist es nicht genug, deshalb bitte macht euch keine Vorwürfe! An alle die nicht in einem Pflegerischen/Medizinischen Beruf arbeiten und meinen schlecht reden zu müssen, macht es besser in solch einer Situation, wir sind Menschen, keine Roboter! Ich wünschte die Menschheit würde gerade in solchen Situation zusammen halten und nicht die Fehler bei den Menschen suchen die versuchen zu helfen.

    Miss UnknownMiss UnknownVor Monat
    • (Autor) Danke, dass Sie Ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken hier so offen erzählen. Ich wünschen Ihnen und Ihren Kolleg*innen viel Kraft für die kommenden harten Monate!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor 28 Tage
  • Ich bin selbst Pflegedienstleiter in einer Pflegeeinrichtung und wir wurden auch vom NDR für eine Doku begleitet. Toller Beitrag. Vor Allem aber gilt mein Respekt den Mitarbeitern dieser Einrichtung. So ein Ausbruch ist eine Ausnahmesituation in der sich niemand hineinversetzen kann, der das nicht mitgemacht hat. Ich finde es ausnahmslos beschämend, wenn Heime in verschiedenen Medien mit unreflektierten Kommentaren beschossen werden, die keiner Grundlage entbehren. Die Kollegen haben unmenschliches geleistet und der psychische Faktor wird noch über einen langen Zeitraum Früchte tragen, leider nur negative. Meine Solidarität gilt uneingeschränkt den Kollegen, die diese Krise überstehen mussten und noch müssen. Umso halbherziger sind die jetzigen Regeln, die den Kollegen der Pflegeeinrichtungen überhaupt keinen Spielraum lassen. Trotz ständiger Risikobewertungen in den eigenen Einrichtungen bleiben wir fremdbestimmt, ohne dass sich die Behörden die tatsächliche Situation vor Ort ansehen. Was ist denn mit den Ängsten der Pflegekräfte? Keine Behörde trifft eine deutliche Entscheidung, da sie die schlechte Presse fürchten. Aber eine Einrichtung soll es aushalten als Horror Heim beschimpft zu werden, wie heißt es so schön? „Da müssen Sie professionell mit umgehen!!! Liebe Kollegen in Wolfsburg und in der ganzen Republik, Ihr habt tolles geleistet, ich hoffe Ihr seid Euch Eurer eigenen Leistungen bewusst. Wer nicht in einer Pflegeeinrichtung arbeitet, kann sich nicht einmal im geringsten vorstellen, was wir täglich leisten. Toll dass Ihr an dieser Doku teilgenommen habt, es ist wichtig, der Allgemeinheit zu zeigen, warum wir diesen Job für wenig Geld und Freizeit überhaupt machen.

    Michael ScheunemannMichael ScheunemannVor Monat
    • (Autor) vielen Dank für Ihr Engagement und dass Sie Ihre Erfahrungen hier geteilt haben. Ihnen und Ihren Kolleg*innen alles Gute und viel Kraft für die kommenden harten Monate!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • So ein toller Pfleger! Absoluter Respekt!!!

    Patricia BaerPatricia BaerVor Monat
  • Frage,Sterben auch alte Leute an einer NORMALEN Grippe im Altersheim?Ja,denn vor Corona Starben dort auch tausende jedes Jahr.Eines steht für mich Fest,die Politik geht über Leichen.Denn wie sonst sollten sie auch die Renten Zahlen,wenn die Menschen immer älter werden?Und da 99% der Toten alle längst ihr Rentenalter erlangt haben,denke ich mir mein teil dazu.Kranke alte Menschen wären wohl an jeder kleinsten Infektion Gestorben.Aber nun ist es der Name Corona, der Schuld hat für all die Tode.Der Politiker der alte Menschen Flaschen sammeln lässt,den ist ALLES zu zu Trauen.Was gab es alles für Horror Skandale wegen der Politik?Verdammt viele.Das Traurige daran,viele Politiker von damals sind noch im Amt und Bauen weiter Mist.Mir tun die alten Menschen sehr Leid,denn nur ihnen verdanken wir solch ein Land wie Deutchland.Sieht man mal von den viel zu vielen Politikern ab,die 8 mal mehr Gehalt bekommen als eine Krankenschwester.Politik sollte Ehrenamtlich gemacht werden,dann ist das Krub Zeugs weck.Respekt an alle Ehrenamtlichen,und alle die anderen Helfen.Gruß

    xxANDIxx BxxANDIxx BVor Monat
  • Ich bin Marion ich finde das sehr traurig für die ganzen Menschen und Familien und Pfleger alles gut wünscht Marion

    Marion AsmusMarion AsmusVor Monat
  • Traurieg 😢😢😢😢😢

    Yana TeacherYana TeacherVor Monat
  • Die Bundesregierung sollte dieser Anwalt verklagen!!! Der liebe Hr.Spahn hätte ein Hilfspacket mit Ausrüstung und Helfenden Händen in das Heim schicken müssen! Jede Hilfe kam zu Spät!

    Maria KMaria KVor Monat
  • Mirel ist ein großartiger Mensch!

    songssongsVor Monat
  • Tja, jahrelang wurde hier gespart und gespart und nun ist dieser Sektor auf einmal wichtig?

    Herbert FrankHerbert FrankVor Monat
  • Warum haben die Angehörigen denn bei 38:10 plötzlich nach dem Schnitt andere Masken auf?

    TaxiDriverTaxiDriverVor Monat
    • (Autor) Gut beobachtet: Da kam in der Tat jemand vom Heim dazwischen und bestand darauf, die Masken zu tauschen, weil Stoffmasken nicht zulässig sind. Diese Störung mussten wir aus Zeitgründen kürzen - es hätte die ohnehin bedrückende Szene aber noch surrealer wirken lassen.

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • D A N K E an das Pflegepersonal, ihr leistet starke Arbeit und verdient den höchsten Respekt. Beeindruckende Doku.

    Christine B.Christine B.Vor Monat
  • Eins kapier ich nicht, warum verklagt man das Heim, & nicht lieber die Regierung wo das Geld herkommt, um Dinge zu ändern 😊

    Alexandra KlattAlexandra KlattVor Monat
  • Schlimm so was das mann das heim so hin stellen muss. 😡 ich hab selbst Altenpflegerin gelernt. Dürfe dann gesundheitlich nicht mehr aus üben. Seit Corona ist helfe ich aus im Heim. Die Angehörigen leiden sehr. 😰 vorallen bei Demenz die begreifen es nicht so.. Ich finde es auch es muss was gemacht werden mehr Zeit in der Pflege. Nicht 15 Minuten Zeit für ein Bewohner.. und mehr Geld...

    Kahtrin EdererKahtrin EdererVor Monat
  • Lasst der Pandemie seinen Lauf, neue Menschen wachsen immer wieder auf!

    Mi HoeMi HoeVor Monat
  • Mirel (schreibt man den Namen so?) und alle anderen Pflegekräfte leisten so wertvolle Arbeit, tapfer, unerschrocken und unglaublich warmherzig - sie sind echte Vorbilder für uns alle!!!!

    Marianne VerivoxMarianne VerivoxVor Monat
  • Sehr gute Doku.

    Christine WondrakChristine WondrakVor Monat
  • Respekt an die menschen die helfen auch wenn das ihre arbeit ist

    Can_LemonCan_LemonVor Monat
  • Gottes reichen Segen und Schutz über euch Alle....‼️‼️🙏🙏🙏❤️ Hochachtung für euren Dienst....‼️‼️ Danke, Danke und noch Mal Danke...‼️‼️👍💐💞💝🏆

    Susi K.k.Susi K.k.Vor Monat
  • Super Pfleger

    luki Valuchluki ValuchVor Monat
    • Danke Dir für deine Fürsorge

      luki Valuchluki ValuchVor Monat
  • Traurig es Elend der Weltuntergang ist da

    luki Valuchluki ValuchVor Monat
  • Wir haben nun auch Corona auf unserer Arbeit , es ist so viel Arbeit & wir kommen an unsere Grenzen .. ich komme an meine Grenzen aber ich mache weiter- ich wünsche allen viel Kraft. Wir schaffen diese Kriese, wir kämpfen! ♥️

    Eleni DayEleni DayVor Monat
    • (Autor) Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft- und nehmen Sie die vielen Tausend positiven und dankbaren Kommentare zu Ihren Kolleg*innen in Wolfsburg bitte auch für sich selbst und Ihr Team als ganz starken Rückhalt, wenn sie irgendwo im Netz oder im Ort üble Stimmungsmache spüren! Kommen Sie behütet durch diese schlimme Zeit!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • 28:01 das ist die Realität, wen man sich bemüht um einen andren Bewohner kümmert. Alptraum.

    FraenziistFraenziistVor Monat
  • Die Arbeit ist schon ohne Corona die Hölle... mit Corona ist es sicherlich extrem belastend.

    FraenziistFraenziistVor Monat
  • Die bewegenste Dokumentation die ich jemals gesehen habe. Ich habe Pipi in den Augen und wünsche mir, dass all diese Verschwörungstheoretiker diese Bilder auch zu sehen bekommen und ihre Augen öffnen. Allen an diesem Bericht Beteiigten, insbesonderes dem Diakoniepersonal, zolle ich meine allergrössten Respekt, ich danke Euch und wünsche von Herzen alles Gute...Grüsse aus Berlin !!

    RoadgamerTVRoadgamerTVVor Monat
    • (Autor) Herzlichen Dank!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Was bringt scheinbar körperliche Unversehrtheit, wenn die Psyche für immer nachhaltig geschädigt wird..? Der Körper mag versterben, aber unsere Seele lebt weiter.

    MajaCiantMajaCiantVor Monat
  • Mein Mitgefühl an die Kollegen und vor allem Bewohnern!

    Tu MoTu MoVor Monat
  • Respekt dem Pflegepersonal. Danke das ihr in dieser schweren Zeit durchgehalten habt

    Iris RosenfeldIris RosenfeldVor Monat
  • Von geheuchelter Anerkennung und dummem Geklatsche können sich diese Leute nichts kaufen. BEZAHLT SIE ENDLICH ANGEMESSEN!!!

    Dumm BatzDumm BatzVor Monat
  • Sind die Bewohner wirklich an Covid-19 gestorben oder doch eher am Alter?????

    tina linnemanntina linnemannVor Monat
    • @tina linnemann Ich denke, meine Argumente sprechen für sich.

      Alex MayAlex MayVor Monat
    • @Alex May ich sehe du hast nichts aber auch wirklich nichts verstanden!!!!!

      tina linnemanntina linnemannVor Monat
    • @tina linnemann Hast Du Augen und Ohren?! Dann schau Dir verdammt nochmal die Stelle an, die ich Dir genannt habe, bevor Du mich vollquatschst! Am Besten bis 31:04 Es ist eindeutig, dass die Menschen wegen "Corona" wochenlang wie Strafgefangene gehalten wurden. Am Ende des genannten Ausschnitts sagt die Tochter: "Es war sehr, sehr stickig in dem Zimmer." Ich fasse zusammen: - Wochenlanges Einsperren - Keine Bewegung - Keine frische Luft - Vermutlich Ruhigstellung mit schädlichen Medikamenten - Bei einigen vermutlich zusätzliche Fixierung - Plötzlicher völliger Entzug des Kontakts zu Angehörigen und zu Mitbewohnern. Das ist *Folter* und nach meinem Empfinden ein schwerwiegendes *Verbrechen.* Ich bin überzeugt, dass die Menschen hierdurch getötet wurden. Und wenn Du anderer Meinung bist, dann machst Du solche Ungeheuerlichkeiten vermutlich selbst. *Pfui!*

      Alex MayAlex MayVor Monat
    • @Alex May na du hast ja nen schönen knall??? was hat das mit corona zu tun???? Demente menschen sind nun mal so und manche haben halt diesen Drang wegzulaufen.....DU hast ein komplett falsches bild!!!! du bräuchstest vielleicht mal hilfe.......achja hatte ich vergessen ,arbeite selbst in einem pflegeheim!!!!

      tina linnemanntina linnemannVor Monat
    • @tina linnemann 👉ab 28:55 Noch Fragen? Und rate mal, was die feinen Pfleger höchstwahrscheinlich machen, damit die eingepferchten Menschen ruhig sind? Sie pumpen sie mit ruhigstellenden Medikamenten voll. Und ich vermute, nicht wenige werden zusätzlich fixiert. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich deshalb davon aus, dass diese Menschen nicht an "Corona" gestorben sind, sondern zu Tode *traktiert* wurden.

      Alex MayAlex MayVor Monat
  • 😭😭😭😭

    NurA WilhelmiNurA WilhelmiVor Monat
  • Ist doch immer das selbe, es wird nur das negative im Alten-Pflegegeim berichte nie das POSITIVE, es hätte jedes Pflegeheim treffen können man kann sich die Krankheit nicht aussuchen

    Angelika kochAngelika kochVor Monat
  • Meinen allen größten Respekt an alle Pfleger, die in diesen schweren Zeiten durchhalten

    Marleen G.Marleen G.Vor Monat
  • Können wir mal darüber sprechen das es ALLE CORONA- TOTE sein sollen? Ich bin kein Verschwörungstheoretiker aber ich weiß was Demenz für eine krankheit ist u wie grausam diese ist !

    püppi xxpüppi xxVor Monat
    • @Mirel Osmanovic aktuell sind es in Wolfsburg 52 verstorbene

      PS4 The BestPS4 The BestVor Monat
    • Ea sind in dieser zeit insgesamt 51 Bewohner verstorben, davon 47 waren auf das Virus Positiv getestet wurden.

      Mirel OsmanovicMirel OsmanovicVor Monat
  • einfach eine schweinerei. die hilflosen omas und opas. geile pfleger danke das es solche gibt

    Gebhard SarpongGebhard SarpongVor Monat
  • also super. das ist die wahrheit. leider wahr . auch in hamburg und bestimmt auch bei dir in der stadt. corona aus dem krankenhaus direkt ins heim

    Gebhard SarpongGebhard SarpongVor Monat
  • die einzige Falle besteht darin, das im heutigen BRD Regime die Menschen mit bewusst falschen PCR Werten zu Coronaerkrankten erklärt werden, damit die aktuelle BRD per Ermächtigung über dessen grundgesetzwidrigen Testungen die Zahlungen weiter nach oben puschen können, um aus dieser ehemaligen rechtsstaatlichen Demokratie einen widerlichen Faschístenstaat zu etablieren.

    Herbert 12Herbert 12Vor Monat
    • Vielen Dank! 👍 Es ist erfrischend von Zeit zu Zeit zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die nicht gehirnamp*tiert sind wie anscheinend die große Mehrheit, die sich vom "Corona"-Quark ver*rschen lässt.

      Alex MayAlex MayVor Monat
  • 👍 Respekt an die Angestellten. Sve naj bolje

    Ana PrimoracAna PrimoracVor Monat
    • Hvala :)))

      Mirel OsmanovicMirel OsmanovicVor Monat
  • Die Bewohner in Dem Heim, wo mein Mann arbeitet, kennen meinen Mann gar nicht ohne Maske, er fing an 1.4. diesen Jahres dort an.

    netty kingnetty kingVor Monat
  • Danke für diese sachliche Dokumention, die ein, in einem absoluten Ausnahmezustand vorverurteiltes Haus wieder ins rechte Licht rückt! Diese Aussage ist nicht von mir, ich habe sie in den Kommentaren gefunden, sie war so verloren und unsichtbar, mitten im Text, zum Ausblenden verdammt. Da gehört sie einfach nicht hin. Darum habe ich sie nochmal alleine gestellt, denn sie ist so treffend

    hulla hoopshulla hoopsVor Monat
  • Ich kann die Pflegekräfte so gut verstehen. Arbeite selbst als Fachkraft in einem Heim und bei uns ist im September Corona ausgebrochen. Da begann gleich ein Shitstorm bezüglich uns Pflegekräfte, weil wir uns angeblich nicht an Hygienevorschriften gehalten haben. Selbst als sich rausstellte, dass keiner vom Pflegepersonal betroffen war und dadurch ziemlich klar war, dass es von Angehörigen kam (die wir immer und immer wieder an die Masken und den Abstand erinnern mussten), ging es weiter. Wir würden nach der Quarantäne gemieden und zum Teil offen auf der Straße beschimpft. Man hat sich wirklich unwohl gefühlt. Auch die Sache mit den Krankenhäuser konnten wir teilweise miterleben. Eine Bewohnerin war bei uns gestürzt und sie war sehr durcheinander (typisches Anzeichen von einer Gehirnerschütterung oder schlimmeres). Normalerweise müssen solche Patienten 24h min überwacht werden. Komisch das die aber bereits nach nichtmal vier Stunden wieder in der Einrichtung war. Am nächsten Tag ging es ihr noch schlechter und wir haben erneut den Krankenwagen gerufen. Die standen eine Viertelstunde mit der Patientin vor dem Heim und haben die Krankenhäuser abtelefoniert. Keines wollte sie aufnehmen und behandeln. Sie haben dann eines gefunden, die sie wenigstens untersucht haben. Sie kam aber trotzdem in der selben Nacht wieder zu uns. Das ist jetzt nen Monat her und sie erholt sich noch immer von den Folgen. Zum Glück ist die Situation nun besser. Seit heute gelten alle Bewohner wieder als Genesen. Trotzdem haben auch wir Bewohner verloren.

    JellophienaJellophienaVor Monat
    • (Autor) Vielen Dank, dass Sie Ihre persönliche Erfahrung hier teilen. Ich ahne, was Ihre Kolleg*innen durchgemacht haben. Danke für Ihr Engagement!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Wünsche allen viel Kraft und Gesundheit dies alles zu überstehen. Echt tragisch sowas. Bin selber Fachfrau Hauswirtschaft und nur schon der NoroVirus im Heim zu haben ist nervig.

    Arya MiyukiArya MiyukiVor Monat
  • Warum spricht es keine über Quarantäne Maßnahmen? Kommt Gefühl das wir alle verarschen werden.

    Breisch WassilijBreisch WassilijVor Monat
    • @Alex May ganz einfach. Warum die eingesteckte Leute müssen in Quarantäne, und die andere Angehörigen die in einem Haushalt wohnen, vor allem in Wohnung, dürfen weiter frei leben? Im Haus vielleicht, ist das auch die grosse Frage ob es möglich ist Kontakt einschränken auch in großem Haus? Also. Blödsinn. Oder verstehe ich das falsch

      Breisch WassilijBreisch WassilijVor Monat
    • Ver*rscht werden wir kolossal, aber was genau meinst Du mit "Warum spricht es keine über Quarantäne Maßnahmen?"?

      Alex MayAlex MayVor Monat
  • Was für süße Pflegekräfte ❤️😍

    Van essaVan essaVor Monat
  • "In einer schlimmen Situation hält man zusammen", schöne Worte 💜

    einfach nur Finneinfach nur FinnVor Monat
  • Ein tolles Team, auf diese Mitarbeiter sollten alle stolz sein 👍 Ich wünsche allen ganz viel Kraft und endlich den Lohn, den Sie verdienen. Der Rechtsanwalt und die Presse sollte sich schämen 😩

    Gatocca SchöGatocca SchöVor Monat
  • Meine Oma ist während des lockdown verstorben, jedoch nicht an Corona selbst. Zu dieser Zeit konnte man genau den Abbau der Bewohner beobachten. Es war schrecklich. Wir mussten dafür kämpfen das man uns ans Sterbebett lässt.

    Marry MMarry MVor Monat
    • (Autor) mein herzliches Mitgefühl! Und danke, dass sie ihre schmerzliche Erfahrung hier teilen.

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Corona ist keine größere Gefahr als andere Krankheiten. Eine grassierende Magen und Darm Erkrankung hätte ebenso zum Tode vieler Bewohner des Heimes führen können. Mein Beileid den Angehörigen. Deren Tod nun zur Panikmache zu missbrauchen finde ich unappetitlich.

    MrCarloschillipimmelMrCarloschillipimmelVor Monat
    • Haben Sie bitte mal eine Quelle für einen konkreten Fall, bei dem durch eine Erkrankung 30% der Bewohner (47 von 165 Plätzen) eines Heims innerhalb von 6 Wochen verstorben sind?

      BelegthondionBelegthondionVor Monat
  • Schrecklich wie die Medien diese schlimme Situation noch schlimmer machen 😟 Man sollte in so einer schweren Zeit eigentlich zusammenhalten, anstatt sich noch zu bekämpfen 🥺🙄

    Angelina hkAngelina hkVor Monat
  • hallo mirel pfleger wie du und dann auch mähnlich der kommt gut an bei den pflegebedürftigen.ich danke dir das es menschen wie du noch gibt

    HANIFE OYUNLAR DIYARIHANIFE OYUNLAR DIYARIVor Monat
  • Meine schwigermutter hat auch keinen erkannt.mist

    Gerhard WiechmannGerhard WiechmannVor Monat
  • Traurig so viele gestorben sind.😥

    Gerhard WiechmannGerhard WiechmannVor Monat
  • Schlaperei oder?

    Gerhard WiechmannGerhard WiechmannVor Monat
  • Die pflege im altenheim ist schon Hart. Es fehlt leider viel zu oft zeit, menschen in der sterbephase zu begleiten. Corona tut seinen rest. Das pflegepersonal kommt kaum hinterher. Ich habe selbst meine ausbildung bei der Diakonie gemacht. Schnitt 1,6.irgendwann konnte ich nicht mehr. Dieses ganze elend. Keine zeit für hygiene. Keine zeit für desinfektion.die zustände sind schlimm. Es muss ein politisches umdenken statt finden!!

    Jasmina Cathrin MünsterJasmina Cathrin MünsterVor Monat
    • (Autor) es ist bitter, dass Sie der Pflege verloren gingen. Aber Danke, dass Sie Ihre Erfahrungen hier geteilt haben! Ihnen alles Gute!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Ich bin zu tränen gerührt. Gute arbeit in der schwierigen zeit, besonders für demenziell erkrankte.

    Julia SternJulia SternVor Monat
  • Guten abend aus griechenland, Danke das sie mit sooo fiel liebe Die Menschen pflegen.. God segne sie. Alles gute wunsche ich euch. 🇬🇷 🇬🇷 🇬🇷

    Βασιλική ΠαπαδοπούλουΒασιλική ΠαπαδοπούλουVor Monat
  • Ich hoffe so sehr, dass ich nicht mal so ende. Lieber kurz und schmerzlos, Herzinfarkt, Schlaganfall oder sowas, aber bitte, bitte nicht dement im Heim. Ehrlich gesagt, nähme ich auch Corona in dem Fall, ich würd nur nicht so gern ersticken, wenn´s geht. Diese Medizinethikerin hat eine persönliche Philosophie, vielleicht auch eine Ideologie, die ist ein Teil des Systems, das uns die Selbstbestimmung über unser Leben abspricht. Natürlich ist das Heim der point of no return und da gibt es keine Lebensqualität mehr. Ich hab ehrenamtlich 4 Jahre lang in einem Pflegeheim gearbeitet, ich weiß, was da abgeht, gerade auf der geschlossenen Demenzstation, das Geschrei und Gesabber, der Geruch, das Essen, die Fäkalien, das Vegetieren. Alt zu werden hat auch etwas sehr Grausames an sich. Schlimmer haben es wohl nur noch Bettlägerige, die geistig noch voll da sind und das Elend spüren. Ich wurde ein paar mal angesprochen, ob ich nicht Alkohol besorgen könnte, damit sie sich vergiften können. Und das Personal hat Zeitdruck und wird nicht anständig bezahlt, deswegen können die sich die Leute auch nicht aussuchen, da sind oft auch rüde Typen dabei. Und das gruseligste an Corona ist die Schutzlosigkeit der Insassen durch die Kontaktverbote.

    TaiTai ToniTaiTai ToniVor Monat
  • Vielen Dank für diese tolle Doku mit so vielen wunderbaren Menschen! Sie verdienen nicht nur Respekt für ihre Arbeit, sondern viel bessere Arbeitsbedingungen! Ich kann diese Ungleichheit in der Bezahlung zwischen den Berufen einfach nicht verstehen - es muss sich endlich etwas ändern. Danke, dass ihr für die schwachen in der Gesellschaft da seid!

    Let's DanceLet's DanceVor Monat
  • 20:27 "Viele andere Ärzte hatten sich geweigert, noch Patienten im Hans-Lilje-Heim zu behandeln..." Mal ganz neutral gefragt: ist DAS nicht unterlassene Hilfeleistung? (Den vielzitierten "hippokratischen Eid" gibt's ja in der Form nicht mehr...) D.h. die Pfleger und "restlichen Ärzte", die noch da waren, hatten es dadurch doppelt schwer. Absoluten Respekt an diese!

    speedy joespeedy joeVor Monat
  • Lustig ist das man bei 22:00 erkennt wie eine (oder mehrere) Pflegekraft durch die Zimmer geht.

    Fried BFried BVor Monat
  • Respekt an die Pflegekräfte des Heims. Es traurig was ihnen widerfahren ist und wie von vielen außerhalb damit umgegangen wurde.

    dira picturesdira picturesVor Monat
  • "Und wenn ich nur einen Finger hin anfassen könnte, dass sie mir nur einen Finger angefasst hätte. Dann hätte sie genau gewusst wer da ist. Sie brauchte nicht unterhalten. Sie brauchte gar nichts. Aber sie hätte gemerkt,dass sie was in der Hand hätte, was ihrs mal gewesen ist." Gänsehaut pur!!🥺

    No NameNo NameVor Monat
    • @Vox populi Vox Dei das stimmt!!

      No NameNo NameVor Monat
    • Es war mehr als Gänsehaut...

      Vox populi Vox DeiVox populi Vox DeiVor Monat
    • (Autor) Das war auch für uns als Autoren ein kaum erträglicher Moment. Ich bewundere meine Kollegin Sonja Kättner-Neumann, dass sie die Kamera noch ruhig halten konnte. Aber es war Horst Reduhn wichtig, seinen Schmerz zu teilen - sonst hätten wir die Szene nicht gewagt zu zeigen!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Mirell ist super sympathisch, ein Pfleger mit Herz, so kommt es zumindest in der Doku rüber. :) Hoffentlich kommen wir einigermaßen durch den Rest des Jahres und allgemein bis der sch* vorbei ist.

    Marc HMarc HVor Monat
  • ...zu Hause, ist immer der beste Platz.

    Shira NyssenShira NyssenVor Monat
  • Mirel ist Zucker! Ich hoffe, dass mal auch mal so tolle Pfleger haben werde 🥰🙏🏼

    Julia MastouriJulia MastouriVor Monat
    • 😃👍

      Vox populi Vox DeiVox populi Vox DeiVor Monat
    • Es gibt viele großartige Pflegekräfte - zu viele werden leider durch die permanente Überforderung zermürbt. Aber Mirel, Viktorja, Romana, Sandra etc. sind alle miteinander fantastisch!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
  • Eine überragende Leistung, was das Personal da stemmen musste/muss. Ich arbeite selbst in einem Seniorenheim - trotz Schutzmaßnahmen, Maske, plus face shield auf der Arbeit - wir sind alle unter Druck, die Angst, dass jemand "von uns" etwas "rein" schleppen könnte, ist präsent. Außerdem kann sich niemand vorstellen, wie schlimm die Situation ist, gerade Demenz Erkrankte fortwährend aufs Zimmer schicken zu müssen. Die Tatsache, dass sich die Schutzkleidung negativ auf unsere dementen Bew. Auswirkt, kann ich nur unterschreiben. Es ist sehr schwierig - ich bin im sozialen Dienst tätig, auch das Berührungsverbot ist für alle anstrengend. Die Arbeit ist sehr viel schwieriger geworden - auch die fehlenden Besuche, nagen sehr. Ich will mir nicht vorstellen, was die Mitarbeiter dort ertragen mussten - durch dieses ganze Mediending. Ihr seid Helden! Seid ihr wirklich. Migel - dein Licht scheint so schön 🥰 bleibt alle genau so 👌🏽

    Conf UsedConf UsedVor Monat
    • Danke für ihr Engagement und ihre Menschlichkeit!

      Arnd HenzeArnd HenzeVor Monat
DEhave